Montag, 24. Juli 2017

Ich bin Tess von Lottie Moggach

Über das Buch:

Format: Hardcover
Genre: Jugendroman
Verlag: script5
ISBN: 9783836001585
Preis: 17,95 Euro
Seiten: 349
Erschien: 2014
Originalsprache: Englisch
Originaltitel: Kiss me first von 2013

Inhalt:

Okay, nehmen wir uns einmal dieses hypothetische Dilemma vor: Eine Frau leidet an einer Krankheit, die an und für sich nicht lebensbedrohlich ist, aber ihre Lebensqualität stark einschränkt und auch nicht heilbar ist. Nach reiflicher Überlegung kommt sie zu dem Schluss, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Aber sie weiß, dass sie damit ihrer Familie und ihren Freunden großen Kummer bereiten würde und handelt daher nicht. Dennoch wünscht sie sich verzweifelt den Tod und an dieser Einstellung ändert sich auch über die Jahre nichts. Irgendwann kommt sie zu dir und sagt, ihr sei ein Weg eingefallen, wie sie ihren Plan in die Tat umsetzen kann, ohne ihre Familie und ihre Freunde unglücklich zu machen, aber dafür brauche sie deine Hilfe. Was würdest du tun? Würdest du ihr helfen?

Das Cover:

Das Cover ist eines der Covers, die mich neugierig auf das Buch gemacht haben. Es ist so unheimlch, finde ich.

Die ersten 3 Sätze:

Es war Freitagabend und das Projekt lief seit ungefähr neun Wochen. Tess´Stimme klang ganz normal, aber ich konnte sehen, dass sie geweint hatte, und ihr schmales Gesicht war blass. In den ersten paar Minuten unseres Gesprächs hatte sie den Kopf an die Wand hinter ihrem Bett gelehnt und den Blick zur Decke gewandt.

Meine Meinung:

Es ist erschreckend, was heutzutage mit dem Computer, dem Internet und Seiten wie Facebook gemacht werden kann.
Diese Geschichte von Tess und Leila zeigt, wie leicht es ist eine andere Identität zu übernehmen und Menschen weiterleben zu lassen oder das Leben zu klauen.
Ich finde es sehr heftig, das es hier um Selbstmord und deren Vertuschung geht. Aber die Autorin hat es gut umgesetzt. Man ist richtig gefesselt und möchte unbedingt wissen, ob sich Leila und Tessa evtl. doch noch begegnen oder wie die ganze Geschichte ausgeht.
Die Geschichte von Tess und Leila spielt in zwei verschiedenen Zeiten. Einmal in der Zeit vor der Übernahme von Tess Leben und einmal danach.
Ich fand Leila oft sehr naiv. Wie kann man sich nur auf so eine Sache einlassen. Ich finde es unverantwortlich. Aber die Autorin hat wirklich an alles gedacht, woran man denken muss.
Das Ende lässt viele Fragen offen. Auf die offenen Fragen, werde ich aber nicht näher eingehen, da ich nicht Spoilern möchte.
Es ist ab und zu eine schwere Kost, weil es einen echt zum Nachdenken bringt. Auch wenn man das Buch an die Seite legt, muss man oft noch darüber nachdenken.
Ich fand es auf jeden Fall heftig, wie weit ein Mensch geht, nur um seinen Selbstmord zu vertuschen.

Fazit:

Ein sehr spannendes Jugendbuch!

Über die Autorin:

Lottie Moggach ist freiberufliche Journalistin, liebt ihre Heimatsadt  London und hat ein Faible für das 18. Jahrhundert. In ihrer Freizeit spaziert sie am liebsten mit ihrem Sohn durch die Straßen der britischen Hauptstadt und träumt davon, in einem der georgianischen Häuser zu wohnen. Die Idee zu ihrem ersten Roman "Ich bin Tess" kam ihr vor einigen Jahren, als sie viel zu viel Zeit mit Facebook verbrachte.

Wie viele Sterne? 

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