Mittwoch, 15. März 2017

Was alles war von Annette Mingels

Über das Buch:

Genre: Familienroman
Format: Hardcover
Seiten: 288
Preis: 19,99 Euro
ISBN: 9783813507553
Erschien: 6.3.2017
Originalsprache: Deutsch
Verlag: Knaus (Link zum Buch)

Vielen Dank dem Knaus-Verlag und dem Bloggerportal für das kostenlose Rezensionsexemplar!

Inhalt:

Für ihre Eltern war Susa das lange ersehnte Kind, es fehlte ihr an nichts. Dass sie adoptiert wurde, hat sie nie gestört. Als erwachsene Frau verspürt sie zwar eine leichte Neugier auf die leibliche Mutter, aber als sie Viola kennenlernt, ist diese für sie eine Fremde. Doch das Treffen setzt mehr in Bewegung als vermutet. Die Frage, was Familie eigentlich ausmacht, erhält für Susa eine neue Bedeutung, auch, weil sie sich in Henryk verliebt, der zwei Töchter mit in die Beziehung bringt. 

Das Cover:

Das Cover gefällt mir nicht so. Es passt irgendwie nicht zu der Geschichte.

Die ersten 3 Sätze:

Der Brief traf an einem Montagmorgen ein, ich sah kurz auf den Absender und steckte den Umschlag in meine Tasche. Es war warm, die letzten schönen Tage vor dem Winter, wirklich goldenes Licht. Peter, der Hund, hechelte neben mir.

Meine Meinung:

Das erste Kapitel fängt gleich mit einem Brief von der leiblichen Mutter an Susa an. Hier sieht man schon, das Susa ihre Adoptiveltern, wichtiger für sie sind, als ihre leibliche Mutter. Aber ich finde auch, das ihre leibliche Mutter sich auch kaum Mühe gibt, Susa besser kennen zu lernen. Sie redet immer nur über sich. Ich fand sie nicht so sympathisch.
Susa finde ich sehr nett. Sie versucht allen es recht zu machen. Henryk ist auch ein ganz lieber, der die Macken von Susa so nimmt, wie sie sind.
Die Geschichte ist aus der Sicht von Susa, in Ich-Form geschrieben worden. Man kommt auch schnell voran, weil es flüssig zu lesen ist. Aber der Schreibstil ist unterschiedlich. Mal wird ein ganzer Text auf mehreren Seiten verteilt. Und mal bekommt ein Abschnitt eine Überschrift und es steht nur ein Text von 4 Zeilen dort. Aber genau, das macht das Buch so sympathisch. Man hat richtig das Gefühl, als ob Annette Mingels je nach der Laune und Gefühlslage von Susa, den Text genauso geschrieben hat. Als es hektisch in der Zeit von Susa wird, sind hal die Abschnitte kürzer.
Außerdem finde ich es schön zu sehen, wie die Kinder von Henryk, Henryk und Susa versuchen eine Familie zu werden.
Was auch zu einer Familie gehört und was nicht immer einfach ist, ist der Abschied eines geliebten Familienmitgliedes, auch das kommt hier vor.
Ich liebe dieses Buch, denn es zeigt, das es nicht immer nur Mutter, Vater, Kind geben muss, um glücklich zu sein. Außrdem spielt Annette Mingels auch gut mit den Gefühlen der Leser. An manchen Stellen musste ich weinen und an manchen Stellen Lachen. Wieder an anderen Stellen hätte ich Susa so schütteln können und im nächsten Moment vor Freude wieder umarmen können.

Fazit:

Ein schönes Buch über verschiedene Möglichkeiten, eine Familie zu sein.

Über die Autorin:

Annette Mingels, geboren 1971 in Köln, wurde dort im Alter von zwei Wochen adoptiert. Sie studierte Germanistik und promovierte über Dürrenmatt und Kierkegaard. Danach arbeitete sie als Dozentin und Journalistin. 2003 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, dem drei weitere und ein Erzählband folgten. Nach Aufenthalten in Zürich und New York lebt Annette Mingels seit 2011 mit ihrer Familie in Hamburg. 

Wie viele Sterne? 

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1 Kommentar:

  1. Huhu!

    Das klingt nach einem richtig schönen Buch, das mir sicher auch gefallen könnte. Ich muss zugeben, das Cover hätte mich in der Buchhandlung allerdings auch nicht unbedingt dazu motiviert, zuzugreifen!

    Ich habe diesen Beitrag HIER für meine Kreuzfaht durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

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