Samstag, 2. April 2016

Interview Angela Schilling


Angela Schilling
Da ich die beiden Bücher von Angela Schilling lesen durfte, habe ich mich ans Herz gefasst und sie gefragt, ob ich ein Interview mit ihr machen darf. Sie hat freundlich zugesagt.

Hier kommt das Interview:

1) Wie kommst du auf die Ideen der Geschichten? Passiert dir etwas und du denkst daraus könnte ich eine Geschichte machen oder wie sieht es aus?

Seit meiner Kindheit haben mich Bücher über Zeitreisen oder Science Fiction fasziniert. Als ich angefangen habe zu schreiben, war mir klar, es muss etwas mit Zeitreisen sein, da kann ich meine Fantasie einbringen. Science Fiction ist heute nicht mehr ganz mein Genre, da es meistens mit zu viel Technik verbunden ist.
Die Grundidee zu „Marys Tagebuch“ habe ich monatelang im Kopf gehabt, wusste aber lange nicht, wie schicke ich Mary in eine andere Zeit, denn ich wollte die eigentliche Liebesgeschichte in einem ganz normalen Umfeld und im Heute spielen lassen. Bis mir der Einfall mit der Tür kam, denn wer hat nicht schon einmal eine Tür aufgemacht und war verblüfft, da es dahinter ganz anders ausgesehen hat, als man es sich vorstellte?
Bei „Carolins Traumreich“ habe ich die Idee umgesetzt, dass Träume manchmal besser sind, als das aktuelle Leben. Aber auch Träume können unverhofft in Erfüllung gehen.

2) Wie viel ist selber von dir oder anderen Personen aus deinem Umkreis mit in den Büchern? (Aussehen, Charakter)

Die Personen sind alle nur aus meiner Fantasie entstanden, deren Charaktere sich meistens erst im Laufe des Schreibens entwickeln. Doch die Orte sind mir bekannt. Leipzig und Frankfurt am Main, dort wo meine Geschichten angesiedelt sind, bin ich aufgewachsen und habe viele Jahre gewohnt. Spielt die Geschichte in einer vertrauten Umgebung, kann ich mich voll auf die Personen und die Entwicklung der Story konzentrieren und in den bekannten Lebensraum einfügen. Die Geschichten wirken dann auf die Leser vielleicht ein kleines bisschen echt.
Obwohl, eine ehemalige Kollegin nach dem Lesen des Buches meinte, dass sie mich vielfach in den Dialogen sprechen gehört hat. Ich vermute, so ganz kommt man aus seinen Angewohnheiten nicht heraus.

3) Weißt du das Ende der Geschichte schon vorher oder kommt das beim Schreiben erst?

Ich fange an zu schreiben und lasse der Entwicklung der Geschichte freien Lauf. Es ist nur eine Idee mit wenigen Worten vorhanden: Zeitreise - verzwickte Liebesgeschichte - Happy End, und dann lege ich die Stadt fest und fange an zu schreiben.
Einen großen Vorteil hat das Schreiben eines Buches: Das Ende kann ich genauso ausgehen lassen, wie ich es mir vorstelle, denn wie oft hat man einen dicken Roman gelesen und der Schluss war sehr enttäuschend.

4) Ich finde ja die Geschichte von Marys Tagebuch super. Würdest du auch gerne mal auf Zeitreise gehen?

Meine Antwort ist eindeutig nein, da ich froh bin, genau im Hier und jetzt zu leben.

5) Wie lange schreibst du an einem Buch?

Beim ersten Buch war es ca. ein Jahr mit vielen Unterbrechungen. Ich war noch berufstätig und habe nur einige Stunden am Abend oder am Wochenende geschrieben, dann wieder tagelang nicht. An „Carolins Tagebuch“ habe ich nach ca. der Hälfte monatelang nichts gemacht, dachte es bleibt für immer unvollendet, da mein Verlag in die Insolvenz gerutscht ist und ich keine Aussicht gesehen habe, einen neuen Verlag zu finden. Durch Zufall habe ich einen Bericht im Fernsehen über Self-Publishing bei Amazon gesehen, der mich auf die Idee gebracht hat, diese Art des Selbstverlegens mit „Marys Tagebuch“ zu versuchen und es hat geklappt.
So hat „Carolins Traumreich“ innerhalb einiger Wochen auch noch ein Happy End bekommen. Vermutlich hätte ich je Buch ca. 6 Monate gebraucht, wenn ich die Bücher ohne Pause geschrieben hätte.

6) Was hat dich zum Schreiben gebracht?

Eigentlich wollte ich nur ein paar Schreibübungen machen, da man im Büro meist nur feste Vorlagen hat und schreibmäßig wenig kreativ sein kann. Auch die Geschwindigkeit und ein flüssiges Schreiben im 10-Finger-System lassen mit vorgegebenen Vorlagen nach. So habe ich die ersten Zeilen von „Marys Tagebuch“ als Schreibübung auf das Papier gebracht.

7) Hast du einen Lieblingsort wo du schreibst?

Nein, ich habe für meinen Laptop einen festen Platz in meinem Arbeitszimmer.

8 ) Folgen noch andere Bücher?

Ich habe eine Idee im Kopf, die noch nicht ausgereift genug ist, um mit dem Schreiben anzufangen. Lust hätte ich auf jeden Fall, würde mir jedoch einen Verlag wünschen, der das Manuskript überarbeitet und als gedrucktes Buch verlegen würde, um möglichst viele Leserinnen zu erreichen.

9 )Hast du irgendwelche Vorbilder?

Nein, ich habe keine Vorbilder, möchte meinem eigenen Stil treu bleiben.

10) Liest du selber auch noch Bücher oder kommst du nicht mehr dazu? Und wenn ja, welches ist dein Lieblingsbuch?

Im letzten Jahr habe ich „Die Tribute von Panem“ gelesen und anschließend alle Bücher von Diana Gabaldon. Ich habe die Outlander-Reihe jetzt zum 3. Mal angefangen und bin immer noch begeistert.

11) Hast du noch andere Hobbys?

Seit ich an die Ostseeküste gezogen bin, kann ich mich wieder um Blumenrabatten und Kräuterbeete kümmern. Mehr lässt der kleine Garten nicht zu. Ausgiebige Strandspaziergänge füllen weitere freie Stunden aus, genau wie das Lesen von Büchern und das Aufschreiben neuer Geschichten. Doch es gibt auch Zeiten, wo eine Beschäftigung mit meinen beiden kleinen Enkelsöhnen mein bestes Hobby ist.

Angela Schilling
30.3.2016

Ich möchte mich noch mal bei Angela Schilling für das Interview bedanken.


Infos zu der Autorin:

 Angela Schilling, Jahrgang 1954. Der Laune, sich quer durch die aktuelle Unterhaltungsliteratur zu schmökern, folgte die Lust, sich selbst am Schreiben zu versuchen. Das Erstlingswerk "Marys Tagebuch" beschäftigte sich mit dem Kribbeln im Bauch und der ersten großen Liebe. Trotzdem wurde es keine klischeehafte Liebesgeschichte, sondern eine romantischen Zeitreise, die die Illusion vermittelt, selbst mittendrin im Geschehen zu sein.
Als der erste Roman veröffentlicht wurde, stellte sich heraus, dass es viele Leserinnen gibt, denen diese Geschichte gefallen hat. Da noch ausreichend Ideen vorhanden waren, hat sie diese im zweiten Roman "Carolins Traumreich" zusammengefasst. In diesem Liebesroman geht es um den Wechsel zwischen dem normalen Alltag einer jungen Frau und deren Fantasien in ihren Träumen, bei denen schon mal ein Sprung durch Raum und Zeit passiert.
Besuchen Sie Angela Schilling auf ihrer Homepage: www.lese-art.de

Ihre Bücher und meine Rezensionen:

Carolins Traumreich Carolins Traumreich war bis zur Trennung ihrer Eltern sorgenfrei. Doch jetzt organisiert ihre Mama den Umzug in eine fremde Stadt. Im neuen Job trifft sie auf den integranten Juniorchef Vincent. Aus diesem Alltag entflieht Carolin in ein nächtliches Reich von Träumen, welches sich bald als positive Parallelwelt entpuppt, in der sie sich in ihren Chef verliebt. Mit entsetzen wird ihr bald klar, dass sich ihre Träume mit dem Geschehen des Tages vermischen und sie irgendwann nicht mehr weiß, ob sie nur träumt oder sich im echten Leben befindet... Aber wie sieht eigentlich Vincent die Geschichte?
 Carolins Traumreich von Angela Schilling


Bildergebnis für marys tagebuch mausis leselustBizarrer hätten sich Marys Zukunftspläne nicht ändern können, denn als sie eines Morgens die Küchentür öffnet, befindet sie sich plötzlich im Jahr 1850. Sie lernt in der Vergangenheit Johannes kennen und lieben. Als sich das Zeitfenster unerwartet schließt, findet sie in Hannes einen guten Freund, der sie zu trösten versucht. Marys Tagebuch ist eine Liebesgeschichte mit fantastischen Abenteuern in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die bis zum Schluss Rätsel aufgibt und mit einer Überraschung endet. Aber welche Rolle spielt Hannes in dieser Liebesgeschichte?
Marys Tagebuch von Angela Schilling 
 

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