Samstag, 7. November 2015

Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis


Über das Buch:

Preis: 16,95Euro
Seiten: 447
Erscheinungsdatum: 2011
Originalsprache: Deutsch
Genre: Jugendbuch
Verlag: Oetinger
ISBN: 9783789142895

Inhalt:

Abel Tannatek, der Außenseiter, der Schulschwänzer, der Drogendealer.
Wider besseres Wissens verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn da gibt es noch einen anderen Abel. Den sanften und traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna nicht mehr loslässt.
Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen.
Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas Befürchtungen wahr werden? Was, wenn der, den sie liebt, zugleich ihr schlimmster Feind ist?

Das Cover:

Das Cover ist super schön! Man sieht eine Frau, die am Wasser steht. Man sieht ihren Rücken und sie hat ihre Arme ausgestreckt. Es ist alles grün gehalten. Ich finde das Cover sehr Mährchenhaft und Fantasievoll!

Die ersten 3 Sätze:

Blut.
Überall ist Blut.
An seinen Händen, an ihren Händen, auf seinem Hemd, seinen Gesicht, auf den Fliesen, in Schlieren verschmiert, auf den kleinen runden Teppich, es tränkt ihn, dunkel, schwarz beinahe, der Teppich war einmal blau, er wird nie mehr blau sein.

Aufbau & Schreibstil:

Das Buch ist in verschiedenen Kapiteln unterteilt, die eine Überschrift tragen mit Namen. In fast jeden Kapitel ist die Gegenwart (also was gerade geschieht) und die Geschichte die Abel erzählt (das Märchen).
Es ist alles in Erzählform geschrieben.
Es werden immer wieder Textstellen aus Liedern von Leonard Cohen zitiert! Sie werden in Kursiv geschrieben. Das Buch ist sehr flüssig und spannend zu lesen.

Die Protagonisten:

Abel ist sehr mysteriös. Er ist Drogendealer, Außenseiter und Schulschwänzer. Keiner kann ihn ab. Außer seine Schwester. Ich finde ihn sehr unheimlich und es war sehr spannend, zu lesen, wie er die Geschichte (das Märchen) erzählte.
Aber als großer Bruder war er super. Er war sowas von lieb zu seiner Schwester. Hat alles für sie getan. So ein Bruder sollte jeder haben. Ich meine nicht das Drogendealen etc., sondern das Umsorgen und das Vertrauen, das die kleine Schwester in ihn haben kann.
Micha ist die kleine Schwester von Abel. Sie himmelt ihren Bruder regelrecht an. Sie liebt ihn über alles. Sie kam mir sehr niedlich rüber und ich hatte sie sofort ins Herz geschlossen.
Anna ist ein Mädchen aus der Schule, auf der Abel geht. Sie ist sehr beliebt, aber auch sehr neugierig. Als sie sich in Abel verliebt, ist auf einmal alles anders. Ich finde Anna, an manchen Stellen sehr naiv, aber sie ist für ihre Freunde da, wenn man sie braucht.

Meine Meinung:

Ich fand das Buch super! Es war echt spannend zu lesen. So spannend, das ich, wenn ich ein Kapitel durch hatte, sofort weiter lesen musste. Denn ich wollte, sofort wissen, wie es weitergeht.
Auch das Märchen, in dem Roman, hat mich sehr gefesselt.
Die Protagonisten waren auch super! Manchmal fand ich die Liebe zwischen Abel uns Anna sehr romantisch und manchmal sehr grausam.
Das Ende der Geschichte hat mich sehr überrascht. So hätte ich es nicht erwartet.
Es ist ein Buch das jeder, der gerne Jugendromane liest, mal lesen sollte.
Aber was ich auch bemerken muss, ist´das das Buch ab 14 Jahre sein soll. Ich würde es aber nicht jeden 14jährigen lesen lassen.
Manche 14jährige sind halt noch nicht so weit und hier sind sehr viele Brutale und Blutige Szenen drin.

Fazit:

Das Buch war einfach nur genial! Und ich freue mich schon auf das nächste Buch von Antonia Michaelis!

Über die Autorin:

Antonia Michaelis, Jahrgang 1979, in Norddeutschland geboren, in Süddeutschland aufgewachsen, zog es nach dem Abitur in die weite Welt. Sie arbeitete unter anderem in Südindien, Nepal und Peru. In Greifswald studierte sie Medizin und begann parallel dazu, Geschichten für Kinder und Jugendliche zu schreiben.
Seit einigen Jahren lebt sie als Schriftstellerin in der Nähe der Insel Usedom und hat bereits zahlreiche Kinder und Jugendbücher veröffentlicht - spannend, fantasievoll und äußerst erfolgreich.
Über ihren Alltag berichtet Antonia Michaelis mit Witz und Esprit in ihrem Weblog auf www.oetinger.de. Sehenswert und lesenswert ist auch die Website der Autorin www.antonia-michaelis.de.

Wie viele Mäuse?

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1 Kommentar:

  1. Ich fand das Buch auch genial. Ich hab auch nicht damit gerechnet, dass es so ausgehen würde, doch irgendwie passt es zu dem Buch und anders wäre auch irgendwie doof gewesen.
    Allerdings weiß ich auch nicht, wie man dieses Buch als "Jugendbuch" bezeichnen kann - ab der Szene im Bootshaus dachte ich mir eigentlich, dass man doch älter dafür sein muss. Allein schon weil Anna alles so abwertet und als nicht schlimm ansieht und je jünger die Jugendliche sind, um so eher müsste man dann doch mit ihnen noch mal darüber sprechen.
    Wobei es natürlich auch auf jeden einzelnen ankommt, wie du auch gesagt hast.

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